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Jung Chang
Wilde Schwäne

Wilde Schwäne
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Jung Chang
Wilde Schwäne


„Wilde Schwäne” ist die sehr bewegende Geschichte einer chinesischen Familie durch das 20. Jahrhundert, bis in die 70er Jahre.

Man kann dieses Buch auch als Vorstudie zur großen und bahnbrechenden Biographie „Mao” sehen, die Jung Chang 2005 veröffentlichte und die mich schwer erschüttert hat.

Es gab auf der westeuropäischen Linken und bis hinein in Kreise des Bürgertums gewisse Sympathien mit Mao. Ich selbst habe den Maoismus immer abgelehnt, weil er eine Spielart des Stalinismus war und deshalb mit den marxistischen Vorstellungen und Idealen – so wie ich sie verstand – rein gar nichts zu tun hatte.

Dass es aber im maoistischen China so schlimm war, wie es nach den zwei Werken von Jung Chang auch mehrere andere Veröffentlichungen in den letzten Jahren gezeigt haben, konnten wir damals in den 70ern nicht wissen. Maos Herrschaft hat 70 Millionen Menschen das Leben gekostet (in Friedenszeiten), mehr Opfer als Hitler und Stalin zusammen. Der größte Massenmörder der Geschichte seit es Menschen gibt.

Ein signiertes Exemplar der amerikanische Erstausgabe konnte ich 2022 von einem Antiquariat aus Seattle zu einem sehr fairen Preis erstehen. Der rote Stempel zur Kennzeichnung der Authentizität ist ein Familiensigel, wie man es in China hat.

Jung Chang: Wilde Schwäne. Droemer Knaur, München 1991. 639 Seiten. Aus dem Englischen von Andrea Galler und Karlheinz Dürr.

Erstausgabe: Jung Chang: Wild Swans. Simon & Schuster, New York 1991. 525 Seiten.

Jung Chang unter Mitarbeit von Jon Halliday: Mao. Das Leben eines Mannes, das Schicksal eines Volkes. Karl Blessing Verlag, München 2005. 975 Seiten. Aus dem Englischen von Ursel Schäfer, Heike Schlatterer, Werner Roller.

Erstausgabe: Mao. Jonathan Cape, London 2005.

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Hochgeladen am 1. März 2022.

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