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Höchst
Höchst

Alt-Höchst: die Überraschung eines reizenden historischen Ortskerns

Die Region hält so manche Überraschungen bereit. Nicht nur, dass Höchst am Main zum Herzogtum Nassau gehörte. Auch, dass der weltbekannte Industriestandort mit Namen wie der ehemaligen Hoechst AG und der ehemaligen Main-Kraftwerke eine ganz reizende Altstadt zu bieten hat.

Wie zum Beispiel auch Eltville gehörte Höchst am Main zu Kurmainz, also neben Trier und Köln zu einem der drei  mächtigen, von Erzbischöfen regierten Kirchenstaaten in der Mitte Deutschlands. “Höchst” willkommen waren Mainz außer den Gewerbesteuern vor allem auch die Zolleinnahmen, mit denen die Mainschifffahrt belegt wurde und wegen denen immer wieder große Konflikte mit Frankfurt aufbrachen.

Napoleon und Nassau

Dann kam Napoleon und alles wurde anders. Der begehrte Wirtschaftsstandort Höchst fiel durch den Reichsdeputations-
hauptschluss 1803 zunächst an Nassau-Usingen und 1806 an das neu entstandene Herzogtum Nassau.

Als Preußen 1866 das Herzogtum Nassau annektierte, war es mit dem Zoll vorbei und mit den Streitigkeiten mit Frankfurt ebenfalls, da dieses gleich mit nach Preußen kam. In der nun nach einigen Eingemeindungen “Groß-Höchst” genannten Stadt kam es zu einem weiteren und gewaltigen Wirtschafts-
aufschwung, vor allem durch die Farbwerke Hoechst.

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Die Farbwerke Hoechst und Frankfurt am Main

Nicht zuletzt aufgrund der Interessenslage des immer mächtiger werdenden Hoechst-Konzerns, der in den 1920er Jahren als Teil der IG Farben seinen Sitz nach Frankfurt verlegt hatte, erfolgte 1928 die Eingemeindung nach Frankfurt.

Die Photographien dieser Seite entstanden:
im Mai 2016 (iPhone 6s; oberer Teil) und
im Juli 2016 (Nikon D700; unterer Teil)

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Höchst heute. Ein Besuch der Altstadt.

Sehr empfehlenswert ist die Anfahrt durch die lange, baumbestandene Allee der Königsteiner Straße. Man parkt problemlos am Rand der Altstadt. Dienstags, freitags und samstags lässt sich der schöne Wochenmarkt besuchen, der auch eine überdachte Markthalle bietet.

In der Altstadt gruppiert sich alles Bedeutende um den Schlossplatz herum, der eine sehr schöne Atmosphäre hat. Es empfiehlt sich der Besuch des Schlosses, des Schlossgartens sowie der Justinuskirche und des hinter der Kirche gelegenen großartigen Kräutergartens.

Restaurationsmöglichkeiten gibt es einige. Nach einem Café muss man allerdings richtig suchen.

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