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Hachenburg
Hachenburg

Hachenburg, einst stolze Residenz der Grafen von Sayn, fiel 1799 an Nassau-Weilburg und 1806 an das neu errichtete Herzogtum Nassau. Hier wurde Hachenburg, wie so viele andere Städte auch (man denke nur an das einst mächtige
Diez) zu einem regionalen Verwaltungssitz, kaum größer als die heutige Verbandsgemeinde, heruntergestuft. 1946 kam Hachenburg zum Kunstgebilde Rheinland-Pfalz.

Heute ist Hachenburg das schönste Ziel für eine kleine Reise in den Oberwesterwald. Die historische Innenstadt, konzentriert um den mittelalterlichen Marktplatz, ist in dieser Form und in diesem Erhaltungszustand im Westerwald einmalig.

Zu dem pittoresken Stadtbild hat zum einen die Verkehrs-
beruhigung beigetragen. Noch in den 70er Jahren brauste der Verkehr ungehemmt durch Wilhelm- und Friedrichstraße und die Blechkarossen parkten ungehindert auf dem Alten Markt.

Zum zweiten ist es die Altstadtsanierung, die allerdings erst seit den 80er Jahren umsichtig genug war, wertvolle Bausubstanz zu erhalten, zu pflegen und zu sanieren - anstatt historische Gebäude als “altes Gelärch” abzureißen. So entging das heute von der Stadt Hachenburg gerühmte Beust’sche Haus (rechts mit weiß-gelber Fassade) noch im Jahre 1979 nur knapp diesem Schicksal – durch Privatinitiative zweier Schwestern.

Wege in Hachenburg

Um durch’s Städtchen zu schlendern, kann man auf dem kleinen Parkplatz unterhalb des Schlosses parken. Dann geht man direkt in die Friedrichstraße hinein. Am Alten Markt angekommen, setzt man sich je nach Tageszeit vor das Café Klein. Dort gibt es den besten Erdbeerkuchen weit und breit. Einsame Klasse ist auch im Herbst der Pflaumenkuchen. Unbedingt mit Sahne!

Weiter geht es dann in die Wilhelmstraße. Auf diesem Weg kommt man an zahlreichen Abbiegungen und Querstraßen vorbei, in denen es einiges zu entdecken gibt. Die Fotostrecken geben einen typischen Spaziergang durch Hachenburg wieder.

Das Schloss kann von Touristen leider nicht besichtigt werden, da es sich im Privatbesitz der Deutschen Bundesbank befindet, die hier ihre Fachhochschule untergebracht hat. Dennoch
lohnt es sich, wenn das Tor gerade einmal geöffnet ist und
man Zugang erhält, sich ein wenig im Schlosshof umzusehen.

Aktivitäten

Für Besucher, die etwas Zeit mitbringen, gibt es am Stadtrand das Westerwald Museum. Hierhin wurden mehrere alte
Häuser von Westerwalddörfern samt Mobiliar “relokalisiert”,
so dass quasi ein neues Dorf entstand. – Für Wanderfreunde gibt es die Kroppacher Schweiz zu entdecken. – In der Region liegt auch das Kloster Marienstatt, welches unter anderem ein umfangreiches kulturelles Programm anbietet.

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Die Fotos entstanden im Juli 2012. Nikon D700, 50 mm 1.4 G. Innenaufnahme Fuji X100.

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