An der Lahn
Limburg an der Lahn
Limburg

Für die Slogans meiner Städteportraits überlege ich manchmal ziemlich lange. In den entsprechenden Veröffentlichungen fand ich für Limburg an der Lahn nichts Passendes. So ließ ich mich von meinen Eindrücken bei den Stadtrundgängen inspirieren und stellte die spannenden Gegensätze im Stadtbild für den Titel der Seite heraus.

Als Westerwälder kenne ich Limburg schon sehr lange. Anfang der 70er Jahre war es etwas Besonderes, mit dem Zug in die Stadt zu fahren und im gut sortierten Plattenladen in der Bahnhofstraße eine LP zu kaufen. Die Altstadt mit ihren dunklen Gassen interessierte mich damals herzlich wenig.

Es waren für mich auch der klerikale Mief, der Geruch nach Weihrauch, die Messgewänder, der religiöse Kult im Dom, die die Anmutung von Limburg dominierten.

Was für ein Unterschied zu heute!

In die Renovierung der Fachwerkhäuser wurden gewaltige Summen gesteckt. In den Gassen bieten unzählige Geschäfte aller Provenienz ihre Speisen und Getränke, ihre Kunstgewerbeartikel, ihre Geschenke und Andenken an. An Sonn- und Feiertagen füllen sich schon im Laufe des Vormittags die Staßencafés, die ganze Plätze flächenfüllend abdecken, und sorgen für eine schon mediterrane Atmosphäre. Der neue Life-Style in good old Germany...

Zu meiner Jugend galten Leute, die werktags tagsüber im Café saßen, noch als Faulenzer und Tagediebe. Heute wird ungehemmt dem “dolce vita”, dem angenehmen Leben gefrönt. Das nötige Kleingeld dafür verdient man in Deutschland.

Am besten besichtigt man Limburg werktags. An Sonn- und Feiertagen sollte man vor allem die Nachmittags-
stunden meiden, an denen es unerträglich voll wird, und zum Mittagessen in den Restaurants möglichst früh erscheinen. Ortskundige kennen natürlich immer noch ein paar Stellen, an denen die Touristenströme nicht überhand nehmen.

Ein schönes Café ist das Café Meloni am Kornmarkt, eine Alternative dazu das Caffè Espresso Studio am Neumarkt. Das Café Will in der Salzgasse hat gute Torten. Unter den Restaurants ist die spanische Bodega Dali Loco in der Rütsche eine interessante Adresse für die Besucher, die mal nicht in die italienischen und gutbürgerlichen Restaurants gehen wollen (siehe Bilderstrecken).

Und dann gab es da noch das schöne Restaurant “Riever”. Die Lahnterrasse mit hinreißendem Blick.
Viele Erinerungen. Leider geschlossen.

Die Fotos entstanden an Christi Himmelfahrt 2012. Nikon D700, Nikkor 50 mm 1.4 G. RAW-Format.

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Weitere Fotos mit Ergänzungen im Juli 2012.
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Ergänzungen Juli 2012

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