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Gegen Ende der ersten Dezember-Dekade einige klare und kalte Tage. Alle Kübelpflanzen, die bei weniger als -5° Probleme bekommen, wie
Oleander oder Olivenbäume, kommen jetzt auch rein (bleiben aber draußen, bis diese Temperaturen erreicht sind!).
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Sonntags morgens eine grausige Entdeckung auf der Wiese vor den Hartriegel-Büschen. Ein Habicht bei seiner blutigen Mahlzeit. Er
hat einen Vogel geschlagen. Aus der Entfernung sehe ich nur, daß es ein relativ großer gewesen sein muß. Als der Habicht mit dem Rest seiner Beute auffliegt und ich den Ort des Geschehens inspizieren
kann, verraten die in einem kleinen Umkreis säuberlich verteilten Brustfedern und eine längere Feder auch nicht viel mehr. Ich tippe auf etwas Drosselähnliches. Dem Ornithologen hätte der da liegende
abgerissene längliche Schnabel des erbeuteten Vogels vielleicht mehr Aufschlüsse gegeben...
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Vor Weihnachten eine Sumpfmeise im Geäst des Blauregens. Dann einige Tage mit wenigstens ein bißchen Schnee, der aber nicht lange liegen
bleibt... An den Vogelhäuschen, die ich jetzt rausgestellt habe, sofort Betrieb. An dem kleinen, das etwas weiter weg vom Haus steht, Dompfaffen und Feldsperlinge, später ein Eichelhäher, am großen unter der
Japanischen Kirsche und nur wenige Meter vom Küchenfenster entfernt drei Kohlmeisen und zwei Blaumeisen. Sogar ein Kleiber findet sich ein. Dann kommen die Amseln.
Um den Jahreswechsel herum gibt es etwas
Frost, aber es bleibt trocken. An einem dieser Tage ein wirklich ungewöhnliches Bild: gleich vier Eichelhäher befinden sich auf dem Grundstück. Sie gruppieren sich auf und unter dem alten Pflaumenbaum, wo sie
scheinbar noch vertrocknete Pflaumen finden. Einer Elster paßt das gar nicht und nach ihrem Erscheinen ziehen die Eichelhäher ab, obwohl sie doch in der Übermacht sind.
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Dann wieder vorübergehend ein bißchen Schnee und Frost, die Vogelhäuschen werden erneut bestückt. Neben den "üblichen" Arten entdecke ich
zwei Girlitze. An den folgen- den, wieder milden Tagen - es ist noch die erste Januar- Dekade - höre ich schon die ersten Frühlingsrufe der Meisen.
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Mitte Januar ist es recht mild. Es ist interessant zu beobachten, wie ein Trupp Meisen Bäume, Büsche und stehengebliebene Stauden
gemeinschaftlich und systematisch nach Freßbarem durchsucht. Weiter hinten auf der Wiese einige Feldsperlinge, die nicht so akrobatisch klettern können und deshalb momentan mehr am Boden suchen.
Dann kommt
der in diesem Winter gar nicht mehr erwartete große Schnee. Entsprechend steigt die Frequentierung der Vogelhäuschen, sowohl nach Arten als auch nach Anzahl. Einen Kernbeißer habe ich hier nicht mehr gesehen seit
dem strengen Winter 1996/97. Und an einem Tag zähle ich an die 20 Feldsperlinge an dem Vogelhäuschen auf der großen Wiese.
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14 Tage bleibt uns das Winterwetter erhalten, um am Monatswechsel abrupt in fast frühlingshafte Temperaturen überzu- gehen.
Am 1. Februar ist auch der Kernbeißer noch mal da. Ruhig und gelassen liest er die Sonnenblumen- kerne auf und läßt sich auch von Amseln in keiner Weise beeinflussen. An diesem Sonntag sehe ich vor
dem Haus schon die weißen Spitzen der Schneeglöckchen.
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Der Februar treibt Wetterkapriolen. Eben war es noch frühlingshaft warm, dann gibt es mehrere Wintergewitter mit Schneestürmen.
Gegen Ende des Monats bis in den März hinein noch mal viel Schnee und Kälte - ungewöhnlich für diese Zeit. Am 29. Februar (es ist ein Schaltjahr) sehe ich am Vogelhäuschen neben den Buchfinken,
Feldsperlingen, Dompfaffen und Meisen noch einmal einen Bergfinken und einen Girlitz.
Die Ausschnittsvergrößerung zeigt sehr schön, wie eine Art Deckblatt bei den Schneeglöckchen die Blüte und den Blütenstengel
noch umhüllt. Der Wachstumsdruck ist schon so groß, daß der Stengel sich biegt. Das Deckblatt ist innen weiß wie die Blütenblätter selbst.
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