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Anfang März gibt es noch mal richtig viel Schnee. Hhmmm... sonst um die Zeit stand schon der Oleander wieder draußen. Bis gegen Ende der
ersten März-Dekade hält sich das spät- winterliche Wetter. Dann um die Monatsmitte ein mächtiger Vorstoß des Frühlings mit Spitzentemperaturen um die 20°. Die ersten Schmetterlinge. Aber in der Vegetation tut
sich außer den Osterglocken noch wenig. Die Vogelwelt kann jetzt natürlich kaum an sich halten. Doch sie werden noch wenige Insekten finden und praktisch keine Knospen. Also wovon leben sie eigentlich in der Zeit?
Zumal es nach einigen Tagen bis gegen Monatsende wieder richtig kalt wird. Klimaerwärmung... Nach dem ungewöhnlich heißen und trockenen Sommer des letzten Jahres war es von Anfang Oktober bis Ende März von wenigen
Unterbrechungen abgesehen ziemlich kalt.
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Die Wildform des Alpenveilchens (Cyclamen coum) wächst auch in unseren Breiten. Vorteilhaft für die Kultur sind humose Erde und ein Standort
im Halbschatten, am besten in der Nähe eines Baumes, dessen Blätter im Winter Schutz geben.
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Um den 1. April schönes klares Wetter mit frischen Nächten und milden Tagen.
Mein Umzug steht dieses Jahr bevor. Rosen und Sträucher
haben schon ein vorübergehendes Asyl im Westerwald gefunden. Der Garten sieht jämmerlich aus, schon bevor ich die Stauden ausgrabe. Mit Rosen und Sträuchern fehlt die Vertikale, da die größeren Stauden ebenfalls
noch nicht gewachsen sind. Der Garten erinnert jetzt an die Anfangs- zeit, als wir hier eingezogen sind. Als da noch Wiese war. Dann die ersten zwei Jahre, als ich wieder Beete anlegte. Ich sitze auf der Bank,
sehe den Mittelweg runter und kann es nicht fassen. Der einzige kleine Trost ist, daß ein bißchen was noch mal blühen wird. Einige Zweijährige und Stauden, von denen ich genügend Exemplare habe oder die ich wie die
Astern teilen kann, werden mich hier noch mal erfreuen.
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In der Karwoche typisches und empfindlich kühles Aprilwetter. Wiederholte Graupelschauer und kurze Gewitter. Aber es hilft
nichts, der Umzug des Gartens muß voran kommen. Wieder stehe ich bei Graupel-, Schnee- und Schneeregen-Schauern in Omas Garten im Westerwald und setze alles, was ich retten kann. Bei den Stauden versuche
ich, von jeder Pflanze mindestens ein Exemplar, wie z.B. bei den Astern, beim Phlox oder den Stauden-Sonnenblumen, und bei anderen, wie den Rudbeckia-Sorten, drei bis sieben Exemplare mitzu- nehmen.
Ich berücksichtige auch die Wildstauden.
Am Gründonnerstag, es ist der 8. April, sehe ich auf der Rückfahrt vom Westerwald ein seltenes Bild. Hinter der Autobahnabfahrt Münzenberg zur Linken,
also über der östlichen Wetterau, ein mächtiger Regenbogen mit vollem Halbbogen. Darüber angedeutet ein zweiter.
Die Vögel müssen in diesen Tagen ebenfalls mit dem Wetter zurecht kommen.
Vormittags sehe ich einmal in der Eberesche ein Dompfaffen- Pärchen. Sie fressen in aller Ruhe von den aufgehenden Knospen und holen sich auch noch vertrocknete Beeren vom letzten Jahr.
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Eine hübsche Kombination: Männertreu (Lobelia) mit Efeu, hier im Regen glänzend.
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Zur Monatsmitte hin wird es langsam warm. Sehr auffällig ist in diesen Tagen ein Mönchsgrasmücken-Männchen (schwarze Kappe). Es fliegt im
Geäst hin und her und stößt seinen typischen, immer aufgeregt klingenden Gesang aus. Grasmücken halten sich gern im Gebüsch auf, und da die Bäume und Sträucher erst am Knospen sind, kann man jetzt diese Vögel recht
gut beobachten. Einige Tage später sehe ich (wahrscheinlich) eine Dorngrasmücke. Trotz
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Vogelstimmen-CD
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bin ich mir mit der Bestimmung nicht so ganz sicher. Der Gesang hat sich wie der einer Feldlerche angehört, und die CD bestätigt
das in etwa.
Ja, um diese Zeit ist einiges los draußen, aber die Nahrung noch karg. Ein Trupp von Feldsperlingen durchkämmt die Wiese und eine Heckenbraunelle sucht vor dem Küchenfenster ebenfalls
am Boden herum.
Am 23. April ein einziger schwül- warmer, fast hochsommerlicher Tag. Er reicht, um die Narzissen draußen welken zu lassen. Und die ersten Blüten des Japanischen Kirschbaumes
gehen auf.
Der Rest des Aprils ist bilderbuch- haft. Meistens heiter, ab und zu ein bißchen Bewölkung. Blühende Kirsch- und Apfelbäume, auf den Feldern der gelbe Raps, satte Löwenzahnwiesen.
Am 27. April der erste Abend, an dem man draußen essen kann. Aber man merkt doch, daß es noch nicht Sommer ist: es kühlt früher und mehr ab. Noch ein paar Schritte im Garten. Das erste Mal wieder
das vertraute Sommergefühl hier "Am Höhenblick". Die Vögel, die Fleder- maus, der Mond, die langsam herauskommenden Sterne, Ge- räusche von Reifen auf fernem Asphalt, ab und zu die Jets am hohen
Himmel. Das Mäuerchen (auf dem ich noch nicht sitze). Henry.
Was ist das da für ein gelblich- beiger Vogel mit dem deutlichen gelben Überaugenstreif, der durch die Zweige huscht? Ein Fitis. Die
Sorte war hier vor einigen Jahren mal häufig vertreten.
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In dieser leicht unbeständigen, aber insgesamt schönen Wetterphase gibt es einen einzigen richtig verregneten Tag: ausgerechnet den 1. Mai.
Seit Jahren mal wieder. - Der Sinn der in dieser Jahreszeit typischen Wetterlage für die Vegetation wird mir klar: der Wechsel zwischen blauem Himmel mit hoher Sonneneinstrahlung und starken Regengüssen sorgt für
kräftiges Wachstum der Pflanzen.
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Dann aber bis zum Ende der ersten Mai-Dekade regnerisches und kühles, fast winterliches Wetter. Danach wird es etwas trockener
und milder. Die saftige, blühende Wildwiese mit dem Löwenzahn ist jetzt wieder ein Eldorado für Finkenvögel. Ein Distelfinken- Pärchen, ein Grünfinken-Pärchen und ein Dompfaff schwirren da rum und
holen sich die Samen des Löwenzahns. Naja, sie haben auch nur wenige Tage Zeit dafür. Dann sind die Samen verweht. Wichtig sind für diese Vögel auch die Obstbäume als Warte und im Hinter-
grund die Büsche als Deckung.
Der Rest des Mais bleibt ein wenig wechselhaft und eher kühl. Drei Mal gibt es Bodenfrost, was die Blätter der kleinen Walnußsetzlinge unten in der Wiese teilweise
stark schädigt.
Am 31. Mai (es ist Pfingstmontag und Henry hat seinen zweiten Bandscheibenvorfall) gelingt es mir endlich, den Vogel zu bestimmen, der schon letztes Jahr den ganzen Sommer über mit
seinem ge- schwätzigen und vorlaut wirkenden Gesang so auffällig war: eine Mönchsgrasmücke. Die Robinie ist noch nicht so stark belaubt und so kann ich den Vogel hoch oben im Licht der Abendsonne mit
dem Fernglas entdecken. Scheinbar ist der Gesang jetzt wesentlich lauter und eindringlicher als im zeitigen Frühjahr.
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