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Anfang Januar klirrender Frost bis -11° und ein wenig Schnee. Am Vogelhäuschen neben den üblichen Kohl- und Blaumeisen, Feldsperlingen,
Buchfinken und Grünfinken zwei Weidenmeisen und einmal eine Tannenmeise. Am hinteren Futterhäuschen zum Gebüsch hin an einem Nachmittag ein Trupp Girlitze. Was finden sie da unter den Hartriegelzweigen?
An einem Sonntagmorgen sehe ich aus den Augenwinkeln, wie das übliche Geflatter vor dem Haus plötzlich aufhört. Ich schaue zum Küchenfenster
raus. Auf dem Futterhäuschen sitzt ein Sperber mit der typischen, eleganten und kraftvollen Schönheit eines Raubvogels. Der Sperber hat Ähnlichkeit mit einem Falken, ist jedoch wesentlich größer. Vom Habicht
unterscheidet er sich durch mehr orange gefärbte Backen und Brustgefieder. Die klaren, leuchtenden Augen sind so ganz anders als die knopfartigen samtenen der Singvögel und lassen keinen Zweifel daran, wer hier der
Herrscher ist. Der Sperber verschwindet wieder in das nahegelegene Fichtenwäldchen und hinterläßt betretene Stille. Schlagartig wird klar, warum Singvögel ständig das Köpfchen hin und her bewegen. Und wie wichtig es
ist, daß Futterhäuschen frei sichtbar stehen. - Es bleibt eine Zeit lang ruhig um die Futterstelle. Die flinken Kohlmeisen sind die ersten, die sich wieder hervorwagen. -
Und es tauchen nagende Gedanken auf. Wo sind die zwei Weidenmeisen, wo die Tannenmeise?
Der Rest des Januars wird wechselhaft. Um den Monatswechsel und Anfang Februar in Lagen oberhalb 300 m viel Schnee. - An den Futterhäuschen
immer wieder ein Pulk von Feldsperlingen. Bis zu 10 Vögel tauchen auf. Angeblich sind Feldsperlinge schon eine bedrohte Art. Hier bei uns sind sie noch zahlreich. Wie die Hausspatzen sind sie immer munter und
gesellig. Ein Girlitz schließt sich ihnen manchmal an. - Der Februar bringt noch viele klare Tage und Frost. Der Schnee bleibt in unseren Höhen liegen und taut erst gegen Ende des Monats, als es bei viel Sonne jeden
Tag etwas wärmer wird.
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