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Peters Gartenseiten
Vogel-Tagebuch

Frühling 2002

Winter 2001-02

Sommer 2002

Herbst 2002

Mitte März beobachte ich erneut, wie gerne Dompfaffen Knospen fressen. Besonders Blütenknospen haben es ihnen angetan. Hinter dem großen Zwetschgenbaum wächst eine von diesem ausgesäte Wildform schon recht hoch. Dieser Baum blüht im Frühjahr immer zuerst. Ein Dompfaffenpärchen sitzt in den Zweigen und frißt offenbar mit großem Behagen kurz vor der Öffnung stehende Knospen.

Frühlingsanemonen mit Traubenhyazinthen

Um Ostern herum wochenlanges trockenes Wetter mit strahlendem Sonnenschein. Die Vögel leiden allerdings unter meinen radikalen Maßnahmen: die Sträucher an der oberen Grundstücksgrenze habe ich auf Stock gesetzt. Diese Seite ist

jetzt sehr viel lichter - jedenfalls vorübergehend. Scheinbar waren die Sträucher noch nie geschnitten worden. - Sehr auffällig im Garten ist die ganze Zeit ein Rotkehlchen.

Mitte April wird das Wetter wechselhaft. Die Feuchtigkeit bringt der Natur einen ungeheuren Wachstumsschub.

Am 30. April beschert uns ein Zwischenhoch einen paradiesischen Tag im Garten. Von einem milchig-blauen Himmel strahlt bei leichtem Wind und rund 16° die Sonne. Ich beobachte, wie intelligent doch Finken sind. Ein Grünfink sucht sich ganz gezielt eine Löwenzahnblüte aus, die schon Samen gebildet hat. Die Blüte ist geschlossen, da sie am späten Nachmittag im Schatten des Terrassendaches liegt.

Nachdem der Grünfink die Blüte kurz begutachtet hat, schwirrt er auf und drückt den Stengel gezielt auf die Sandsteinplatten. Nun hat der Vogel eine feste Unterlage, hackt den Blütenboden seitlich auf und holt sich die Samen heraus. Meine Kamera ist zwischen mir und dem Grünfink und

damit unerreichbar. So bleibt mir nur, die Reste der Mahlzeit zu fotographieren.

Mehrmals in den nächsten 14 Tagen beobachte ich, wie verschiedene Finken (einmal drei Dompfaffen, dann wieder drei Grünfinken) diese Technik anwenden - allerdings auf weicherer Unterlage im Beet bzw. auf der Wiese.

Einige Tage später sind es erneut die drei Dompfaffen, die mir auffallen: nun sitzen sie auf niedrigen Zweigen, fliegen auf, haschen die Löwenzahnsamen im Flug vom Stengel und kehren zu ihrem Sitz zurück, um die Samen zu verspeisen. Seitdem wir so viel Löwenzahn in der Wiese haben, sehen wir erst, wie wichtig er auch für Vögel ist.

Was sind Rotschwänze für schnelle und geschickte Flieger. Ein Paar saust in Kunstflugmanier durch den Garten.

Ende Mai lärmt ein kleiner Pulk flügge gewordener Spatzen im Garten herum und kündigt den nahenden Sommer an.

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