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Das Ganze ohne einen Tropfen Regen. Seit Anfang Februar hat es vielleicht 2 oder 3 Tage geregnet. Die mächtigen japanischen
Zierkirschen entwickeln ihre Blüten nicht richtig. Viele sehen mickrig aus oder gehen gar nicht auf. Die Rapsfelder sehen ärmlich aus. Viele Rapspflanzem blühen bereits, obwohl sie vielleicht 15 cm hoch
sind. Gegen Ende des Monats fallen endlich Regenschauer, nachdem es in unserer Gegend um den 20. April bereits geringfügigen Niederschlag gegeben hatte.
Zwei Tauben balgen sich - oder ist es Liebesspiel? Das Fernglas zeigt mir am nächsten Tag zwei Ringeltauben und ein mehr grau
gefärbtes Junges, wahrscheinlich 1-jährig.
Anfang Mai, ein etwas bewölkter, aber trockener Tag. Der Rasenmäher zum ersten Mal in Aktion, und der Löwenzahn nimmt langsam
Überhand. Im Beet sammelt ein Amselweibchen Nistmaterial. Energisch zuppelt sie an noch festsitzenden verdorrten Halmen, da bei den "Monatserdbeeren". Zwei Amselmännchen balgen sich, gehen als zwei
Knäuel senkrecht in die Luft - bis Henry dem Treiben ein Ende bereitet.
Löwenzahn ist natürlich vom Gärtnerischen her höchst problematisch. Aber mehreren Finkenarten dienen die Samen als willkommene
Nahrung, wie ich erneut beobachten kann. Neben den Grünfinken sehe ich jetzt sogar Dompfaffen, die in akrobatischer Manier die Halme umbiegen und die geschlossenen (nur in diesem Stadium!), schon Samen
beinhaltenden Blütenkelche von der Seite anpicken.
Aber in der hohen Wiese lauern auch tötliche Gefahren. Eines Tages finde ich an drei gleich beieinander liegenden Stellen fein
ausgezupftes Brustgefieder - die einzigen Überreste eines Singvogels. Von der Färbung her könnte es ein Dompfaff gewesen sein. Ist das der Grund dafür, daß die Dompfaffen mir in den nächsten Tagen eine
neue, weiterentwickelte Technik präsentieren, Löwenzahnsamen zu zupfen? Sie lassen sich von einem Apfelbaumast fallen, bleiben mit schwirrenden Flügeln kurz über dem Löwenzahn in der Luft stehen und
zupfen akrobatisch die Samen aus, um gleich wieder zum Ast hochzufliegen. -
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