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Winter 2000/01
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Der Winter beginnt in den ersten Dezember-Wochen mit frühlingshaften Temperaturen. Im Garten blühen noch acht verschiedene
Blumenarten - noch oder schon!
Am 1. Advent begrüßt mich vormittags ein kleiner Zaunkönig auf dem Geländer des Schlafzimmerbalkons. Zaunkönige sind scheu und flink, und so bleibt gar keine Zeit,
die Kamera zu holen.
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Nach langer Zeit sehe ich einen Gartenbaumläufer an der japanischen Kirsche. Das letzte Mal vor vier Jahren kündigte er einen strengen
Winter an. Ob es auch diesmal so kommt?
Jedenfalls gibt es vor Weihnachten einige frostige Tage. Ein Apfelbaum trägt noch viele kleine, zwar nicht schöne, aber widerstandsfähige und überaus wohlschmeckende
Früchte. Viele liegen als Fallobst auf dem Boden. Eine Gruppe von Amseln labt sich daran. Ein Grünspecht kommt kurz vorbei, aber bevor ich fotographieren kann, ist er weg.
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Um den Jahreswechsel noch mal Schnee. Am Vogelhäuschen tummelt sich nun einiges: nachdem die Amseln gefressen haben, erscheinen
Dompfaffen, Feldsperlinge und Buchfinken.
Nachdem es im Januar sehr milde Tage gibt, haben wir Ende Februar bis in den März hinein Schnee und Frost. Wir liegen hier am Hang genau über der
Schneegrenze bei ca. 350 m.
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Frühling 2001
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Der März bringt in der ersten Hälfte mildes Wetter mit vielen Niederschlägen. In einer Regenpause entdecke ich schon das erste
Fitis- pärchen (*). Ein emsiger Zaunkönig baut sein Nest im dichten Efeumantel einer der beiden japanischen Kirschen und sucht sich als Baumaterial in den
Beeten lockere
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Moosteile zusammen.
Am ersten richtigen Frühlingswochenende Ende März / Anfang April kommt es zu hektischen Vogel-Aktivitäten. Es gilt, in kurzer Zeit viel
aufzuholen. Nachdem den ganzen Winter keine Grünfinken zu sehen waren, sitzt nun auch endlich ein Männchen im Baumwipfel und wirbt mit seinem Gesang.
Der ganze April ist ungewöhnlich kalt und verregnet, und
an Ostern fällt sogar Schnee. Der Maianfang bringt dann für ein paar Tage schon hochsommerlich warmes Wetter. Die japanischen Kirschbäume blühen schnell auf und verblassen schon nach wenigen Tagen. Schade.
Aber der Mai bleibt bilderbuchhaft.
Ungewöhnlich, daß schon wieder Bachstelzen zu sehen sind. Brauchen sie nicht fließendes Wasser?
Ich beobachte wieder den Zaunkönig, eine Vogelart, die für ihre Größe
ungewöhnlich laut singt. Er turnt sehr behende immer in der Höhe zwischen einem und zwei Metern. Das Nest ist aber scheinbar leer und der Zaunkönig alleine geblieben.
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Sommer 2001
Der Sommer beginnt wechselhaft. Einige warme, einige verregnete Tage. An einem Junitag beobachte ich in der seitlichen japanischen Kirsche
eine Türkentaube, die ihr Junges füttert.
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Juli und August werden insgesamt trocken und warm. Schöne Tage für den Gartenbesitzer und für die Vögel im Garten. Reichlich
Nahrung und gelungene Aufzucht der Jungen. Selbst Anfang August wird noch gefüttert, zum Beispiel bei den Amseln. Es ist schon erstaunlich, daß völlig ausgewachsene Jungtiere von
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den Eltern immer noch Nahrung erhalten.
An einem Freitag morgen beobachte ich Grünfinken, die im Borretsch die ersten Samen fressen.
An einem Augustmorgen, nach einem
Regenschauer, aber bei mäßig warmen Wetter, tummeln sich viele Vogelarten auf dem Platz vor der Garage zum Garten hin. Der Komposthaufen ist immer eine Attraktion für die Amseln und eine Wacholderdrossel, wohl ein
Jungtier mit leicht flauschigem Gefieder, das noch etwas unsicher am Boden nach Nahrung sucht. Zwei Hausrotschwänze sind unterwegs und finden leichte Beute. Kohlmeisen holen sich in bekannter artistischer Manier am
Balkongeländer Spinnen aus den Ecken. Und wieder die Grünfinken genüßlich am Borretsch.
Der August endet sehr warm.
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Herbst 2001
Dafür gibt es Anfang September einen frühen und heftigen Herbsteinbruch. Fast vier Wochen lang Kälte und viele Regenfälle.
Der
Oktober entschädigt mit Bilderbuchwetter. Am 2. Oktober sitze ich abends noch nach Einbruch der Dunkelheit im Hemd auf der Terrasse - wohl der wärmste Oktobertag, den es je gab.
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Erholsames Wetter auch für die Jungvögel, die den September überstanden haben. Eines Tages beobachte ich am späten Nachmittag
ein junges Rotkehlchen, das recht zutraulich im Garten zwei Meter vor mir am Boden herum hüpft. Kurze Zeit später sitzt ein ausgewachsenes Rotkehlchen auf dem
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Zwetschgenbaum und singt in eigentlich typischer Amselmanier.
Im November gibt es einige Frostnächte, aber überwiegend ruhiges und
recht trockenes Wetter. An einem Vormittag ein seltener Gast: in Begleitung einer Blaumeise (?) turnt eine Haubenmeise an der Dachrinne des Nachbarn herum.
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