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Winter 1999/2000
Nach einigen winterlichen Tagen im Dezember bleibt der Januar zunächst recht mild, wie es jetzt üblich zu werden scheint. Fütterung der
Vögel ist nicht notwendig und so gibt es wenig zu sehen.
An einem regnerischen Sonntag hängen ein paar Feldsperlinge in den Zweigen der Büsche, wie Wollknäuel, die Schultern hochgezogen und leicht
aufgeplustert. Ein einzelner prächtig orange gefärbter Dompfaff knabbert Knospen des alten Pflaumenbaumes ab. Die wachsen wohl wieder nach. Sein Getränk dazu sind die in den Zweigen hängenden Wassertropfen, die sich
vom Nieselregen gebildet haben. Später gesellt sich ein Weibchen dazu.
Ende Januar gibt es einige recht frostige Tage. Und nach mehreren milden Wochen bekommen wir im Februar doch noch ein paar winterliche Tage
zu sehen, jedenfalls in Mittelgebirgslagen.
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Frühling 2000
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Im April, als die Nachtfröste aufhören, macht die Vegetation deutliche Sprünge in ihrer Entwicklung. Entsprechend steigern auch
die Singvögel ihre Aktivitäten.
An einem Samstag vormittag beobachten wir ein Hausrotschwanz- Pärchen. In typischer Manier sitzen die Vögel mit kurz
wippendem Schwanz auf niedrigen Ästen oder anderen Warten, um aufzufliegen und Insekten zu erhaschen. Beim Landen sieht man deutlich das organgefarbene Schwanz- gefieder.
Herr und Frau Mönchsgrasmücke sind auch wieder da. Sie bevorzugen nach wie vor den alten Zwetschgenbaum. Leider ist er recht
kahl geworden und bietet nicht mehr so viel Deckung.
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Manche Arten treten grundsätzlich als Pärchen, auf wie z.B. Distelfinken, die ich an der Vogeltränke beobachte. Einer von beiden
ist aber so scheu, daß er nicht vom Baum herunterfliegt.
Ein für unsere Lage ungewöhnliches Bild Anfang Mai: eine ganze Familie Bachstelzen. Sie suchen auf der Straße zwischen den
heruntergefallenen Blüten der Zierkirsche.
In der ersten Maihälfte ist es bereits sommerlich warm.
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Sommer 2000
Wie der Lauf der Jahreszeiten doch das Leben und das Verhalten der Vögel prägt. Im Frühsommer trägt der wilde Kirschbaum
Früchte. Und schon sind die Dompfaffen nach längerer Zeit wieder im Garten zu sehen. Was haben sie vorher gefressen?
Ungewöhnlich allerdings, daß noch Ende Juni Singvögel brüten. Beim Hecken- schneiden lege ich ungewollt ein Nest frei, in dem
noch zwei kleine Eierchen liegen. Das Gelege ist leider verloren.
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An einem Samstag vormittag beobachten wir ein Hausrotschwanz-Pärchen. In typischer Manier sitzen die Vögel mit kurz wippendem Schwanz auf
niedrigen Ästen oder anderen Warten, um aufzufliegen und Insekten zu erhaschen. Beim Landen sieht man deutlich das organgefarbene Schwanzgefieder.
Endlich, das erste Mal seit vier Jahren, scheinen sich Buchfinken "eingenistet" zu haben. Exemplare dieser Art haben wohl erfolgreich
gebrütet. Ende Juni liefern sich zwei junge Männchen Revierkämpfe. Ein flatterndes Wollknäuel erhebt sich an der Japanischen Kirsche in die Lüfte. Etwas später hört man in Stereo von zwei Stellen den typischen
Buchfink-Gesang. 8 Tage später ist nur noch ein Gesang zu hören.
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Herbst 2000
An einem warmen und sonnigen Samstag im September läßt sich beobachten, welche Attraktion doch die üppig mit Früchten behangene Eberesche
für die Vögel ist. Die Natur hat den Tisch reich gedeckt.
Buchfinken, sogar Grünfinken und endlich auch mehrere Dompfaffen hängen darin. Einige Vögel holen sich die Beeren vom Boden, der rot
gesprenkelt ist.
Die Vögel sitzen nur morgens und abends im Baum. Gegen Abend beobachte ich ein Buchfinken-Weibchen, das sogar noch ein Junges füttert.
Am letzten warmen September-Tag sitzt ein kleiner Schwarm Stare, ein
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seltener Anblick im Garten, im Pflaumenbaum und berauscht sich an den schon gärenden Früchten.
Leider haben die Amseln auch die Weintrauben entdeckt. Einen ganzen Pulk scheuche Samstags morgens auf. Fast zu spät.
Der Spätherbst wird ruhig, mild und relativ trocken. Das erste Mal, so lange ich mich erinnern kann, fällt Ende November noch
nicht der erste Schnee. Zwei Nächte mit Bodenfrost. Das war's.
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Texte und Fotographien © Peter Eisenburger
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