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Als ich das erste Mal in San Gimignano war - Mai 1991 - , war das Städtchen noch so etwas wie ein Geheimtip. Man konnte lässig durch die Hauptgasse schlendern und sich beliebig einen Platz in einem der Straßencafés suchen.
Beim zweiten Mal - ich feierte hier im Mai 1996 meinen 40. Geburtstag - karrten jeden Morgen Busse aus Deutschland ganze Ladungen von Touristen, meist Senioren, am Stadtrand auf den großen Parkplatz. Menschenmassen durchströmten dann den kleinen Ort. Erst gegen Abend beruhigte sich die Hauptgasse wieder.
Man sollte sich aber nicht abschrecken lassen und tagsüber in die Seitengassen von San Gimignano ausweichen, in denen es immer ruhig bleibt, oder den Stadtbummel auf die frühen Abendstunden verlegen. Vielleicht finden die Busse jetzt auch wieder andere Ziele.
San Gimignano bleibt ein ganz besonderer Ort mit mittelalterlichem Flair. Die Bebauung in der Altstadt hat sich seit Hunderten von Jahren kaum verändert.
Das Städtchen zwischen Florenz und Siena eignet sich deshalb auch ganz ideal als Standort zur Erkundung der Toskana.
Mein Plan war, auch jeden weiteren Geburtstag mit vollen 10 Jahren nach San Gimignano zu kommen. Durch einen Wechsel des Arbeitsplatzes war es aber nicht mehr möglich, im Mai Urlaub zu nehmen... Da der 50. Geburtstag dann auf einen Samstag fiel, war ein Wochenende in der historischen Stadt Weimar eine gute Alternative, und wer weiß, was zum 60. Geburtstag ist?
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