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Die Langhe sind eine südlich von Turin gelegene Region im Piemont. Es gibt die Bassa Langa um Alba herum und die etwas rauhere Alta Langa, die sich nach Süden zu Ligurien hin erstreckt.
Charakteristisch für die Langhe sind der Weinbau und die einzigartige hügelige Landschaft. Neben Alba ist vor allem der Weinort Barolo weltbekannt.
Touristisch sind die Langhe noch immer eine Art Geheimtip und sprechen den Weinliebhaber, den Gourmet, den Wanderer und den Ruhesuchenden an. Wie in jeder Weingegend ist die beste Jahreszeit für einen Besuch der Herbst, insbesondere die Monate September und Oktober.
Touristen sind in dieser Region nicht viele unterwegs, wenn, dann hauptsächlich Individualtouristen. Wir hatten in den Langhe zwei mehrtägige Stationen:
Castiglione Falleto
Eines der typischen, mitten auf einem Hügel gelegenen Weindörfer ist Castiglione Falleto. Hier gibt es das prima Hotel Le Torri, mit dem wir sehr zufrieden waren. Die Fotogalerie zeigt den Blick vom Balkon unseres Zimmers. Henrys schöner Ball, den wir unter dem Bett vergaßen, bleibt aber leider für immer verloren.
Neben dem angeschlossenen Restaurant “Le Torri” gibt es im Ort ein weiteres sehr gutes Restaurant sowie die Bar da Renza mit Terrasse, von der man einen herrlichen Blick über die hügelige Landschaft hinüber nach Serralunga d’Alba hat (siehe Fotostrecke). Renza spricht deutsch und erkannte übrigens sofort Henry: “Schnauzer” war das erste Wort, das Renza sagte, als wir in die Bar kamen. (Henry ist ein Schnauzer-Mischling.)

Henry gefiel es ausgezeichnet im Weinberg von Castiglione Falleto.
Alba
In den Hügeln um Alba haben wir über das Netzwerk Agriturismo (eine luxuriöse Ausgabe des deutschen “Ferien auf dem Bauernhof”) ein Zimmer in der Villa Meridiana gebucht. Dort wohnten wir bei einer sehr netten Winzerfamilie, deren Haupterwerb aber wohl mittlerweile der Tourismus ist. Man wohnt wirklich in der Villa (wir im ersten Stock mit Blick auf den Hof) und kann jederzeit hinaus in die Weinberge gehen (siehe Fotostrecke). Wie es wohl noch der Dackelhündin Sara ergangen ist?
Die Restaurants in Alba sind Legion und haben in der Regel eine sehr gute Qualität. Etwas anderes könnte in der Gegend gar nicht überleben. In der Trüffelsaison ist die Trüffelreibe im Restaurant obligatorisch, mit der der Küchenchef noch das einfachste Spaghetti-Gericht zu verfeinern sucht.
Etwas besonderes für geschichtlich Interessierte ist das Restaurant “Osteria dei Catari” in Monforte d’Alba. Das Ambiente in dem Kellergewölbe ist einmalig. Die Speisekarte und die einschlägigen Restaurantkritiken sprechen ebenfalls für sich. Leider speiste ich nicht selbst dort. Aber da ich die Geschichte der Katharer und Albigenser erforscht habe und im Internet auf dieses Restaurant gestoßen bin, gebe ich gerne den Hinweis.
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