|
Der äußerste Südwesten Irlands besteht aus vier in den Atlantischen Ozean ragenden Landzungen.
Die nördlichste davon ist die Dingle-Halbinsel. Dingle ist gleichzeitig der Name eines hübschen Städtchens an der Südküste dieser Halbinsel und der Name der Bucht zwischen der Dingle- und der südlich davon gelegenen Iveragh-Halbinsel.
Letztere wird wohl von den meisten Deutschen wegen dem berühmten “Ring of Kerry”, dem Rundweg um die Halbinsel, besucht. Wir entschieden uns jedoch für die touristisch nicht so stark frequentierte Dingle-Halbinsel.
Dingle
Das Städtchen ist ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung der näheren und weiteren Umgebung.

Unsere Bleibe in Dingle: das “Captain’s House”, ein Guesthouse (Bed & Breakfast) mit sympathischer Leitung.
Die von den irischen Behörden beschlossene Änderung des Namens Dingle in das gälische “An Daingean” hat sich im Tourismus bisher nicht durchgesetzt. Die Umbennung erfolgte, obwohl sich ein Plebiszit mit überwältigender Mehrheit sich für eine zweisprachige Lösung ausgesprochen hatte.
Dingle-Halbinsel
Die Dingle-Halbinsel bietet tolle Gelegenheiten für Wanderungen und Ausflüge.
Wir waren in der Nähe des Ortes Ventry im Bed & Breakfast “Mount Eagle Lodge” sehr komfortabel und gastfreundlich bei Eric und Eleanor Prestage untergebracht. Vom recht luxuriösen Haus hatte man einen herrlichen Ausblick über die Bucht, den sogenannten Ventry Harbour. Leider ist dieses B&B nicht mehr verfügbar, wie mir die Prestages 2009 mitteilten. Hier eine Übersicht über andere Häuser.
Von Ventry aus liefen wir am Fuße des Mount Eagle den Dingle Way über den Slea Head und den Dunmore Head bis zum Dingle Clougher Head Beach (siehe Fotostrecke). Der Dunmore Head mit dem Garraun Point ist - vorgelagerte Inseln außer Acht gelassen - der äußerste westliche Punkt Irlands und Europas. Das war eine anstrengende, aber schöne Strecke. Ach, hätten wir doch da unseren kleinen Henry schon gehabt!
Eine Meile nördlich vom Dunmore Head liegt der Ort Dunqin. Dort gibt es ein Besucherzentrum, ein 1988 errichtetes Denkmal an die 1588 zerschellten Schiffe der Spanischen Armada und in der Nähe den berühmten Felsenweg für die Schafe (siehe Foto).
Wikipedia hat eine tolle Panoramaaufnahme eines Teils der Strecke. Auf der Aufnahme habe ich viele Stellen wiedererkannt, die mit Erinnerungen verbunden sind, u.a. den Platz, wo der Border Collie stand und Gabi so freundlich mit “gib Pfötchen” begrüßte. Ich meine, ich erkenne auch das ehemalige kleine Restaurant “The Cormorant” wieder, in dem wir leider nur an einem Abend den schönen Platz in der Fensternische bekamen...
Eine interessante Fahrt von Dingle ist auch die Route nordwärts über den Connor Hill auf die andere Seite der Halbinsel zur Brandon Bay.
|