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Saint-Valery-en-Caux habe ich bei jeder meiner vier Normandie-Urlaube besucht.
Das Städtchen liegt ähnlich wie Étretat in einer Bucht zwischen aufragenden Kreidefelsen, jedoch gibt es in meinen Augen keinen richtigen Badestrand. Die Bucht wird beherrscht vom Leuchtturm und der Zufahrt zum Hafen. Hier wird auch noch richtig gefischt. Kleine Kutter laufen ein und aus (siehe Fotos) und bieten ihren Fang morgens auf der Kaimauer an.
Der Küstenabschnitt hat grobe, große Steine (“Galets”), die früher auch gesammelt und gewerblich genutzt wurden, und ist selbst im Sommer manchmal fast menschenleer.
Beliebt ist Saint-Valery-en-Caux bei Campern und Hundebesitzern. Die Preise sind auch günstig und St Valery eignet sich gut als Stützpunkt für Erkundungen an der Alabasterküste oder im Pays de Caux, dessen Hauptstadt der Ort ist.
Auch der Yachthafen ist nicht unattraktiv und man kann schöne Spaziergänge zum Leuchtturm oder über die Klippenpfade machen.
Mehrere Übernachtungen wie im Jahre 1990 würde ich aber nicht mehr einplanen, da man doch schnell alles gesehen hat und gerade die Abende bei einem begrenzten Angebot an Restaurants sehr lang werden können.
Die Häuserzeilen der Innenstadt geben aufgrund der Zerstörungen der historischen Bausubstanz im 2. Weltkrieg von Ausnahmen abgesehen optisch wenig her.
Das zentral gelegene, vor dem Krieg mondäne, jetzt einfach und praktisch gehaltene Hotel des Bains ist keine schlechte Station für den Durchgangs- reisenden. Allerdings erlaubt das Hotel des Bains neuerdings keine Hunde mehr und kann damit von mir eigentlich nicht mehr empfohlen werden. Man sitzt aber dort ganz nett auf der Veranda und kann dem Treiben auf dem großen Platz zusehen. |