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Als Beispiel für eines der zahlreichen tollen Ausflugsziele, die sich von Avignon aus mühelos erreichen lassen, sei die Pont du Gard genannt.
Es gibt drei Möglichkeiten, die Brücke zu überqueren:
Erstens auf dem Niveau der Straße.
Zweitens durch den ehemaligen Wasserkanal über den Bögen, gut geschützt und sicher, mit den schönen Ausblicken durch die offenen kleinen Bögen.
Drittens, und das ist die wahre Herausforderung, ganz oben auf den Abdeckplatten. Trotz meiner Höhenangst schaffte ich das hin und zurück. Die Aussicht ist einmalig. Kritisch wurde es nur, wenn einem jemand begegnete. Man ist immerhin 49 m hoch und es ist ziemlich schmal da oben. Außerdem gibt es kleine Lücken in den Platten.
In Deutschland wäre wohl die Überquerung auf der obersten Ebene aus Sicherheitsgründen verboten oder man hätte - oh Schreck - Geländer angebracht.
Die berühmte Brücke über den Fluss Gardon (von dem das Departement Gard seinen Namen ableitet) war bei meinem ersten Provence-Urlaub 1984 noch fast ein Geheimtip. Man konnte in Ruhe über die Brücke laufen oder im kristallklaren Wasser des Gard baden. Es gab nur an einer Seite einen kleinen Kiosk.
1985 wurde die Pont du Gard von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt und damit begann auch die hemmungslose touristische Ausbeutung.
An beiden Ufern tummeln sich nun die Massen und reihen sich die Läden. Auf einer Seite wurde gar ein Besucherzentrum errichtet, zu dem unablässig Busladungen von Touristen gekarrt werden. Für’s Parken wird Geld verlangt, und es gibt eine eigene Website.
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