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Die Halbinsel Cotentin ist für viele, v.a. für deutsche, Touristen ein bißchen der noch unentdeckte Bereich der Normandie, gibt es doch nicht die spektakulären Kreidefelsen der Alabasterküste, nicht die mondänen Seebäder des Calvados (der sich bis auf die Cotentin erstreckt) und nicht die historisch bedeutsamen Großstädte wie Rouen. Zudem liegt Cotentin, da am weitesten westlich, von Deutschland auch am weitesten entfernt und es gibt keine direkte Autobahnverbindung bis dorthin. Da kann man auch gleich in die Bretagne fahren, werden manche denken.
Cotentin, das landschaftlich tatsächlich eher an die rauhere Bretagne als an die saftigen Weiden der östlichen Normandie erinnert, hat aber vor allem dem ruhesuchenden Urlauber einiges zu bieten.
Ich habe die Westseite der Insel kennengelernt, die herrliche, langgezogene Sandstrände zu bieten hat, auf denen man auch in der Saison viel Platz hat.
Entsprechend der ländlichen Atmosphäre auf Cotentin liegen auch die Preise für Restaurants und Hotels im vernünftigen Rahmen.
Kleine Städtchen an der Westküste mit einer bescheidenen touristischen Infrastruktur sind Portbail und vor allem Barneville-Carteret (siehe Fotos).
Hoch im Norden fand ich den kleinen Ort Auderville mit seinen vor Steinhäusern blühenden Hortensien recht reizvoll. Als wir abends in der Nähe am Cap de la Hague zwischen den Felsen herumliefen, war ich so in die Welt der Normandie abgetaucht, dass ich mir kaum vorstellen konnte, am nächsten Abend wieder in meiner Souterrain-Wohnung in Dorf-Güll zu sitzen.
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