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Was wird man in Lyon finden?
Grünflächen gibt es im Zentrum praktisch keine, aber dafür großstädtisches, elegantes Flair, saubere Straßen und freundliche Menschen, viel Kultur, ein interessantes Stadtbild und natürlich eine ganz erkleckliche Anzahl an Restaurants, darunter die berühmten Bouchons.
In Lyon (für mich ist das schon Südfrankreich), das in einem Talkessel liegt, kann es sehr warm sein. Deshalb wird man vielleicht den Frühling oder den Herbst für einen Aufenthalt wählen.
Anreise
Die Anreise kann mit dem Wagen, dem TGV oder dem Flugzeug erfolgen. Die Lufthansa fliegt für wenig mehr als 100 € direkt von Frankfurt nach Lyon und zurück. Zum Vergleich: über eine Onlinebuchung bei www.bahn.de wollte die Deutsche Bahn für einen Rückfahrschein über 360 € von mir kassieren und mich dabei u. a. über Brüssel leiten (von Limburg an der Lahn!).
Bei einer eigenen Recherche änderte ich die Route zunächst über Straßburg, nahm den Wochenend- rabatt der SNCF mit und reduzierte den Preis um 50 %. So fuhr ich dann und stellte erstaunt fest, dass der Zug von Straßburg nach Lyon kein TGV, sondern ein “Corail” und schier ewig unterwegs war. Ein Highlight war allerdings die Fahrt durch das ganz wunderschöne Doubs-Tal im Jura-Gebirge. Das geschah alles, bevor ich das Lufthansa-Angebot entdeckte...
Hotels und Restaurants
Unter den Freizeitbeschäftigungen steht in Lyon Essen gehen an oberster Stelle, sieht man von zahlreichen Museen, Kirchen und anderen Sehenswürdigkeiten ab.
Legendär sind die “Bouchon”-Restaurants. Es handelt sich hierbei um kleinere bis mittelgroße, inhabergeführte Etablissements, die auf teils sehr großen Karten diverse Spezialitäten anbieten, und das zu für Frankreich überschaubaren Preisen.
Bei näherem Hinsehen entpuppen sich die Bouchon-Menüs als Hausmannskost, wie man sie aus deutschen Landen oder dem Elsass auch kennt, nur in manchmal ungewöhnlicher Zusammenstellung oder Würzung. Sehr weit verbreitet sind z. B. Zubereitungen von Wurst-Waren, die interessant sind, die sich aber in Deutschland ein Restaurant nicht trauen würde, als Hauptspeise anzubieten.
Eine neue “Mode” der Speisen-Präsentation, die ich in Lyon kennengelernt habe, ist das Einweckglas (!). Im gut besuchten Restaurant “Epicerie des Loges” zum Beispiel, das man uns als eines der besten Bouchons empfahl, wurde buchstäblich jeder Gang im Einweckglas “serviert”. Originell? Praktisch? Aber sicher in der Vorbereitung sehr zeit- und kostensparend für das Restaurant!
Die Hotels im Zentrum Lyons sind absolut hoch- preisig, was nicht weiter überrascht. Ein nettes und sehr professionelles Haus, und dabei sehr günstig gelegen, war das Globe et Cecil in der Rue Gasparin. Wieder mal auffallend dabei das typisch fran- zösische, etwas klein geratene Frühstücksbuffet.
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