Peters Reisetips
 
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Die Bretagne ist der westlichste Zipfel von Frankreich. Daher auch der Name des Départements Finistère: Finis Terrae = Ende des Landes. Die Bretagne ist wegen ihrer attraktiven und rauhen Küstenlandschaft und wohl auch wegen ihrer kulturellen Besonderheiten als keltisches Stammland von besonderem Reiz für viele Reisende.

An Bildmaterial zur Bretagne stehen mir nur zwei Aquarelle zur Verfügung, die ich 1989 in der Nähe von St. Nic malte. Der einzige Film, den ich mitnahm und sorgfältig nur mit wenigen ausgewählten Motiven belichtete, stellte sich leider nach der Heimfahrt als unbrauchbar heraus: er war nicht richtig eingelegt... Das konnte bei einer analogen und noch rein mechanisch arbeitenden Spiegelreflexkamera wie meiner Ricoh KR-10X passieren. Ich hatte diese Kamera noch nicht lange und bemerkte nicht, dass beim manuell vorzunehmenden Weitertransport des Films zu wenig Widerstand war.

Küste und Landschaft

Die rauhe, karge und fast waldlose Landschaft von Cornwall hat mich 13 Jahre später sehr an die Bretagne erinnert. Auch einige Küstenabschnitte mit den Granitfelsen ähneln sich, genauso wie Dorset an die normannische Alabasterküste (Côte d’Albâtre) erinnert.

Cornwall hat jedoch nicht die riesig langen Sandstrände der Bretagne. Eine Besonderheit der bretonischen Küste ist der extreme Tidenhub, also ein sehr großer Unterschied des Wasserstandes zwischen Ebbe und Flut.

Und aufgrund der exponierten Lage im Atlantik sind die Strände der Bretagne hervorragend für Muschelsucher geeignet. Nirgends sonst habe ich so große Muscheln und Schneckenhäuser gefunden.

Pentrez Plage und Bucht von Douarnenez

Der Westen der Bretagne sieht auf großen Landkarten wie ein einziger, in den Atlantik ragender Zipfel aus. Tatsächlich handelt es sich aber um drei Landzungen. Zwischen der mittleren und der südlicheren liegt die Bucht von Douarnenez.

Ziemlich in der Mitte der Bucht und 1300 km von Deutschland entfernt befindet sich an einem langen Sandstand die kleine Ortschaft Saint-Nic Pentrez Plage, in der ich meinen Urlaub 1989 verbrachte.

Das Hotel Restaurant de la Mer scheint aber leider geschlossen zu haben... Im Restaurant konnte man bei den täglich wechselnden Fischgerichten sitzen  und abends durch die große Fensterfront die Sonne über dem Atlantik untergehen sehen. Das war auf den Tag vor 20 Jahren, im August 1989.

Es gibt in der Gegend einige Wanderwege. Ich machte mich an einem schönen Augusttag, ausgestattet mit am Kai erstandenem frischen Ziegenkäse, mit Tomaten und Baguette, und mich auch labend an den Brombeeren am Weg, auf zu dem kleinen Weiler Sainte Marie du Menez-Hom, der eine besonders schöne Kirche (und eine nette Französin) hatte.

An der Küste

Ein Ausflug mit dem Wagen (damals ein VW Käfer) führte mich zum Vogelschutzreservoir Cap Sizun. Die frische Luft auf den Klippen tat gut, aber außer den Möwen kriegt man als normaler Besucher kaum Vögel zu sehen.

Die Küste entlang gibt es viele weitere interessante Ziele.  Pointe du Raz z. B. als südliche Begrenzung der Bucht von Douarnenez und weiter nach Concarneau. Oder nach Norden über Douarnenez, die strengstens bewachte Marinebasis Île Longue zur rechten liegen lassend, nach Brest.

Insbesondere, wenn man die Straßen an der Küste entlang nimmt, sind die Fahrzeiten ganz erheblich, so dass ich nur an einem Tag ins (nicht besonders attraktive) Douarnenez gefahren bin.


Quimper

Ein schönes Ziel für eine Tagesreise ins Landesinnere ist Quimper, Hauptstadt des
Départements Finistère, mit seiner freundlichen Atmosphäre, gut erhaltener Altstadt, hübschen Fachwerkhäusern, Kathedrale, Museen, Flüssen und Park. Welche Mühe habe ich mir bei der Auswahl der wenigen Motive für meinen einzigen Film gemacht...

Bretagne
Bretagne

In der Umgebung von St. Nic (Bucht von Douarnenez).