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Hagebutten

Hagebutten von "Westerland"

Eine in ländlichen Gegenden weit-
verbreitete, aber nie in Frage gestellte Regel schreibt vor, im Herbst den Garten "auszu-
räumen". Dabei werden Stauden, selbst solche, die noch blühen, kurz über dem Erdboden abgeschnitten. Einjährige werden ebenso behandelt oder aus dem Boden gerissen. (Danach

wird häufig auch noch umgegraben und dadurch fruchtbare Erdschichten nach unten und verdichtete, lehmige nach oben geschafft.)

Ein ausgeräumter Garten sieht aus, wie es der Name sagt: kahl und langweilig. Mit den entfernten Pflanzen geht nicht nur Struktur sondern auch Lebensraum für zahlreiche Insekten und Spinnen verloren. Viele Kerbtiere überwintern nämlich in den hohlen Stengeln der abgestorbenen Pflanzen.

Wieviel interessanter (und auch umweltnäher) ist ein Garten, in dem Pflanzen so lange wie möglich, bis etwa zum Vorfrühling, stehen bleiben können. Ein paar Aufnahmen können dies belegen. Besonders reizvoll ist ein solcher Garten bei Schnee.

Garten bei Schnee

Jahreswechsel 2000/2001

Rugosa

Rosa rugosa

Nigella

Nigella

Eine Besonderheit stellt diese Aufnahme dar. Eine Nigella-Pflanze (Jungfer im Grünen) keimt im Dezember aufgrund der Wärme und hohen Luftfeuchtigkeit auf der eigenen Samenkapsel.