The hardest part. Aus beruflichen und privaten Gründen muß ich im Jahr 2004 dieses Paradies
verlassen. Der Garten kommt mit. Da mein Umzug voraussichtlich im Sommer / Spätsommer stattfindet, brauchen die Pflanzen, vor allem die Rosen und Sträucher, bereits vorher eine Bleibe.
Den Beginn mache ich mit den Rosen. Am
21.
März 2004 müssen sie die Hirzenhainer Erde verlassen, es sind rund 60 Exemplare. Nur bereits zu groß gewordene (Westerland) und die, die schon hier waren, bleiben. Einen Tag später setze ich die Rosenstöcke bei stundenlangen
Graupelschauern in Westerwälder Erde. Omas Garten in Hölzenhausen dient als Refugium. Schöner, humoser, lockerer Boden. Das feucht-kalte Wetter ideal - wenn auch nicht komfortabel für mich.
In meinem Garten gähnende Leere, obwohl
alle anderen Pflanzen noch kurze Zeit da sind. Jahre wie weggefegt. Ein beklemmendes, todtrauriges Gefühl.
In den nächsten Wochen folgen Sträucher und Stauden. Am 17. April, also genau nach vier Wochen setze ich noch mal weitere vier Stau-
den, die ich noch mitnehmen will, eine Gems-
wurz und drei Trichterblumen, die ich selbst aus auf dem Plateau beim Weiher gesammel-
tem Samen gezogen habe. An diesem Tag, das erste Mal ist es warm bei dieser Arbeit, setze ich auch
meine Gladiolen und Dahlien.
Danach stehen nur noch die Zwiebelpflanzen aus, hauptsächlich die Narzissen und Tulpen. Ich schätze, daß ich alleine ca. 250 Tulpen habe.

'Warum gräbt das Herrchen alles aus? Das kann nichts gutes bedeuten.'

Nach einem Graupelschauer Anfang April 2004 kann man noch mal gut die Anlage des schon weitgehend ausgeräumten Gartens erkennen.
Anfang Mai. Ich habe die Gartenwege gemäht. Es ist doch noch ziemlich viel an Stauden da in den Beeten. Ohne die Rosen fehlt natürlich was. Es ist keine richtige Struktur drin.
Aber die hohen Stauden wie Astern, Phlox, Sonnen-
blumen scheinen die Entnahmen für den Umzug gut verkraftet zu haben. Ich werde mich noch mal an vielen blühenden Pflanzen erfreuen können - und betreue eine Zeit lang zwei Gärten.

Mai 2004: Rosen, Sträucher und Stauden gehen gut an. In der Mitte meine gelb blühende Magnolie.

Im Juli sieht das ganze immerhin noch mal so aus.
Herbst 2004. Die letzten Kostbarkeiten bilden den Abschluß des Gartenumzugs. Den Feigenbaum hätte ich fast vergessen, die Hortensie an der Hausecke. Ich entscheide, die Ebereschen-Bäumchen, die mir im Jahre 1998 eigens eine Spedition aus Holland brachte, sind schon zu groß für einen Umzug (und den dann wieder folgenden Umzug; und was kommt dann?) . Noch die Gartengeräte. Und das war's. Mein Garten "Am Höhenblick" ist Geschichte.
Über die Erfahrungen, die ich mit dem Umzug meines Gartens gemacht habe, sind im Jahre 2006 ein paar Seiten entstanden.